Mitsegeln/Mitmachen

Lust auf mitsegeln oder mitmachen?

Wir erhalten das Hamburger Traditions- und Museumsschiff HF329 WILMA im rechtlichen Rahmen als unkommerziell genutztes großes Sportboot. Das hat juristische Einschränkungen und daraus resultiert ein gelebter Nutzungszweck. Deshalb ein paar verständliche Worte dazu: WILMA segeln und erhalten wir „alle zusammen“ – die Eignergemeinschaft und die Crew aus einem kleinen feinen Freundeskreis. Wir betreiben KEINE Passagierschiffahrt. Insofern kann man das Schiff nicht öffentlich buchen.

Wilma kannst Du aber nutzen wenn es passt, als:

  1. ein Teil von „Wir“ – also der Crew und unserem maritim munter gemischten bildungsfördernden Freundeskreis aus Nautikern, Ingenieuren, Professoren, Handwerkern mit maritimem Hintergrund, Schülern, Studierenden und Azubis passender Fachrichtungen, usw.. – dazu noch mehr im nächsten Absatz
  2. Als Mensch oder Organisaton, der unser Projekt gerne unterstützen möchte, und z.b. das Schiff für seine Tagung festliegend im Hafen buchen möchte oder
  3. einen kleinen feinen Ort für regemäßige Treffen der eigenen Gruppe in maritimem Umfeld sucht und WILMA im Gegenzug bei der Instandhaltung etwas unterstützt.

Ein Teil von dem segelnden „wir“ kannst du sehr gerne werden, wenn deine Erwartungshaltung, deine seglerische/nautische/technische oder handwerkliche Vorbildung im Verhätnis zum Lebensalter steht (also Jung darf das lernen wollen, Alt muss das gut können und weitergeben wollen) und du körperlich und geistig keine Einschränkungen hast, die zu einem Behinderungsgrad führ(t)en (da kann es Ausnahmen geben – bitte mit uns reden). Darüber hinaus musst du ein grundlegend ordentlicher Mensch sein oder dir Mühe geben wollen und Ordnung als Sinn lernen mögen – zumindest so lange Du an Bord bist 😉 Die einfachste Regel auf WILMA ist: Jede stunde fürs Schiff ist eine Stunde für alle. Egal ob putzen oder Ingenieurstätigkeiten. Das prägt auch unsere gegenseite Wertschätzung. Und dann haben ALLE die hier sein dürfen, eine schöne gemeinsame Zeit.

Mindestens 50% der Zeit, die du an Bord im Sommer zum Segeln oder Entspannen verbracht hast, musst Du im Winter mit helfen. Dazu machen wir jedes Jahr eine intensive Planung, damit das für alle auch super lustig wird und fürs Schiff zu erfolgreicher Instandhaltung und Verbesserung führt. Dazu gibt es bei uns keine Ausnahme. Wenn Du selber nicht helfen kannst, übernimmst du stattdessen die Arbeitskosten für einen Werftarbeiter in dieser Anzahl an Stunden. Wenn wir dich noch nicht kennen, ist eine Kaution in entsprechender Höhe eventuell erforderlich – dazu bekommst du auch eine Rechnung des entsprechenden Betriebes. Beauftragte Betriebe werden nur nach Kompetenz und Preisgefüge ausgewählt, es bestehen keinerlei Innenverhätnisse.

Wenn du noch nie gesegelt bist, ist HF329 Wilma zum Anfangen ohne eine konkrete Einladung durch ein Stammcrew-Mitglied „mal eben spontan“ im Sommer das falsche Schiff. Leider.

WILMA ist wie alle größeren Segelschiffe mit klassischer Gaffel-Takelage eine recht komplizierte aber durchaus erlernbare Maschine, die eine korrekte, teils aufwändige und Geschick erfordernde Bedienung verlangt. Die muss man aber erst mal lernen und je nach Geschick und Auffassungsgabe dauert das ein paar Tage bis mehrere Monate oder noch länger. Falls du dich nicht für sehr geschickt hälst schaust du lieber besser im Winter das erste mal bei uns rein und lernst beim Mithelfen und die nächste Saison vorbereiten schon ganz viel wichtige Details – oder stellst fest, dass das nichts für dich persönlich ist. …Wenns gut läuft, fällt warscheinlich dabei auch gleich ein SBF-See mit ab. Den sehen wir an sich – vom Chefkoch Smut mal abgesehen – bei jedem unserer Crew Mitglieder gern. SKS, SSS, Sailor, BRZ500, Bodenseepatent, Binnenschiff., Fischereip. usw. …… oder ähnliche Qualis sind auch gerne gesehen – Erfahrungen sind immer hilfreich und jeder erzählt ja auch gerne was er schon gerockt hat ;). Für die jüngeren sind Klassenfahrten auf Tradis auch schon eine tolle Vorbildung – und wer dann auf WILMA lust hat, weiss ja schon eher was ihn erwartet. Luxus, Gold, große Bäder und Duschen, leckeres Essen. Schöne Frauen oder Männer bestimmt auch 🙂 ..und wenns mal „kachelt“, dann auch dicke Welle und sehr selten (Wilma rollt sehr „gemütlich“) 5 minuten Seekrankheit. Danach gibts dann was neues zu essen. 😉

Wichtig ist: Wenn Du mitsegeln möchtest, wollen wir dich vorher persönlich kennenlernen! Schreib ne mail an wilma@… oder whatsapp an die schiffsnummer z.b.

Kosten beim Segeln: Im Winter nix ausser mal besonderes Essen rein teilen. Die Standards (Nudel mit X und Y nach Absprache) gehen immer auf die Schiffskasse. Im Sommer: Grundsätzlich teilen wir uns für nur die direkten Törnkosten wie Diesel, Hafengelder und Essen geteilt durch alle Mitsegler und wenn anwesend den/die Eigner und evtl. anteilige Gestehungskosten, damit das Schiff sein kann, wo man los segelt – falls das kein Teil eines anderen Törns war. Weitere Kosten fallen nicht an – ausser siehe oben „50% mithelfen“. Damit man so nen Gefühl kriegt: Nen langes Fr-Mo Segelwochenende mit Ankern und 6-8 Leuten ab Eckernförde wäre jeder mit weniger als 50 Euro dabei. Einfaches gutes Essen und alkoholfreie Getränke (wenn wir fahren und ankern ist immer 0.0 promille für alle) ist schon mit Drin – Chefkoch hat frei- Crew kauft ein, kocht und putzt hinterher selber 😉

Wir segeln sehr gerne mit: Jungen Leuten, Azubis und studierende der passenden Fachrichtungen (Alles was mit Maschinen, Schiffen, Ozeanen, Maritimen zeugs, Fischerei usw zu tun hat oder später mal irgendwas mit „aufm Meer“ macht) – 2025 sinds gerade Maschinenbau und Ozeanographie. Genau so mögen wir sehr erfahrene Seeleute – da aber mehr die kompetenten und nüchternen, die auf Hafenrundfahrt-Erzählungen verzichten und gerne ihr fundiertes Wissen ne Generation weiter reichen.

Grundsätzlich sind wir an Leuten interessiert, die eher langfristiges Interesse haben und so was wie ne neue Hobby Heimat suchen. Mal ein paar Stunden Schnuppersegeln geht besser bei ner Segelschule, Bootsvermietung mit jemandem mit Schein, einem Hafenfest auf einem Traditionssegler oder einem Schnuppersegeln einer Yachtschule.

Wir meiden grundlegend die großen Hafenfeste und deren Paraden – die bringen uns keinen Nutzen oder Tonnen an Gold, sind aber für die Schiffsführer immer sehr anstrengend. Einzige Ausnahme ist der Hamburger Hafengeburtstag. …das mag wohl am Heimathafen liegen – und daran, dass wir unseren Finkenwerder Kutterhafen und die uns bekannten Mitarbeiter von der HPA mögen;-)

Im Törnkalender findest du wann wir was wir vorhaben. Und wenn du rechtzeitig mit dabei bist, hast du sicher bei tollen neuen Ideen auch Einfluss auf den des nächsten Jahres 🙂

Warum ist WILMA kein Traditionssegler mit Schiffsicherheitszeugnis für Traditionssegler von der BG-Verkehr und macht Passagierfahrten?
Das hat drei Gründe. Der erste ist: Die Eignergemeinschaft hat noch keine Lust dazu (aber du kannst Anteile kaufen und das ändern wenn du finanziell reich bist). Der zweite: WILMA hatte einen 75 Tonnen Holzrumpf aus Eiche. Wir haben aus Sicherheitsgründen und wirtschaftlichen Erwägungen beschlossen, den Rumpf mittels Ferrocement bzw. stark Armiertem Hochdruck-Spritzbeton und mit Stahldeck weitgehend neu zu bauen. Das wird jetzt mindestens 50 weitere Jahre mit mäßigem Wartungsaufwand perfekt und sicher sein. Durch diese Maßnahme, Deck aus Stahl, Rumpf aus Stahlbeton ist der Holz-Kutter Wilma aber nach der aktuellen Richtlinie für Traditionsschiffe – egal welche tolle Geschichte sie seit 1936 hat und wie gut sie aussieht – nicht mehr „weitgehend aus Originalmaterialien“ und wegen der 3,2kwp Solarzellen auch nicht optisch dem „Original ähnlich“ und kann aus diesem Grund gemäß der Verordnung zzt. (geprüft zuletzt 2020) kein Traditionssegler-Schiffssicherheitszeugnis bekommen. Deshalb haben wir gar nicht erst versucht, eines zu beantragen. 12 Personen reichen uns eh. Da ist es hier schon fast eng auf den 180qm Innenraum. Wir wollen es ja gemütlich und räumlich großzügig.

Fakt ist: Der neue Rumpf ist wesentlich fester, stabiler und sicherer als ein 80 jahre alter zigfach reparierter Holzrumpf. Und das schöne originale Eichenholz ist drinnen auch noch da. Als Wäremisolation, Teil des Tragwerks (Rumpfschale und alter Holzrumpf sind mit mehr als 450 großen Holzschrauben M12, 22cm kraftschlüssig verbunden…. Mehr Details in Fotos findest Du z.B. hier im Facebook Album von uns.)

Der dritte Grund ist: die Gutachten und Nebenarbeiten für ein Traditionsschiffzeugnis sind regelmäßig und kostenintensiv und unser „eigener“ Schiffbau-Ingenieur kennt das Schiff besser als ein externer Gutachter der alle paar Jahre mal gucken kommt, wenn es darum geht, die Sicherheit beurteilen zu können.

Da wir zumindest zur Zeit und die nächsten Jahre nicht die ganze Saison segeln und auch keine Kojencharter anbieten möchten, würden diese zusätzlichen Papiere wirtschaftlich keinerlei Sinn ergeben. Denn faktisch ist das Zeugnis nur die Grundvoraussetzung und Erlaubnis, mit WILMA echte Passagierschiffahrt zum Sammeln von Geldern für die Instandhaltung des Schiffes zu betreiben. – was wir eben genau so zur Zeit nicht benötigen. Das gleiche gilt eingeschränkt auch für die Formen Sportboot zu Ausbildungszwecken oder kleines Sonderfahrzeug – aber wenn unser Skipper ab 2040 in Rente gehen kann, dann ändert sich das vielleicht ja noch 😉 .

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

*

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.